Wie man Fahrtkosten beim Arbeitgeber absetzt

Fahrtkosten

Im Steuerrecht sind die Fahrtkosten ein Bestandteil der Reisekosten. Während bei den Reisekosten auch die Kosten von Verpflegung und Unterkunft mit einbezogen werden, umfassen die Fahrtkosten nur die eigentliche An- und Abreise. Dabei müssen die Ticketpreise für öffentliche Verkehrsmittel genauso anerkannt werden wie die Gebühren für eine Mitfahrzentrale beziehungsweise die Kosten, die für die Fahrt mit dem eigenen Auto und einem Mietwagen aufgewendet werden müssen.

Steuerrechtlich besteht hier die Wahl zwischen dem Nachweis der auch wirklichen Kosten und der Anwendung einer Kilometerpauschale. Bei einem abhängig beschäftigten Arbeitnehmer mindern die Fahrtkosten unmittelbar das zu versteuernde Einkommen, wobei allerdings die festgelegten Regelungen zur Pendlerpauschale zu beachten sind. Auch können Fahrtkosten dann nicht steuerlich geltend gemacht werden, falls eine Erstattung der Aufwendungen durch den Arbeitgeber erfolgt. Auf diese Erstattungen werden keine Einkommenssteuer und auch keine Beiträge zur Sozialversicherung erhoben. Bei einer Einsatzwechseltätigkeit ist eine Bestätigung der Einsatzorte mit konkreten Daten durch den Arbeitgeber mit der Einkommenssteuererklärung mit einzureichen.

Besitzt ein Arbeitnehmer ein Fahrzeug mit geringem Verbrauch und mit geringen Reparaturkosten könnte sich für ihn die Kilometerpauschale bei den Fahrtkosten als sinnvoller erweisen. Es ist daher hilfreich, sich eine Vergleichsrechnung zu machen.

Angenommen, ein Arbeitnehmer benutzt die öffentlichen Verkehrsmittel für den Weg zur Arbeit. Der Arbeitgeber kann seinen Arbeitnehmer anstelle einer abgabenpflichtigen Gehaltserhöhung auch steuer- und abgabenfrei bezuschussen.

Der Arbeitgeber darf seinem Angestellten bis zu 44 Euro monatlich als Fahrtkostenzuschlag ausbezahlen, ohne dass Sozialabgaben anfallen. Wenn der Betrag steuerfrei bleiben soll, darf diese Grenze monatlich nicht überschritten werden. Das trifft auch dann zu, wenn dem Arbeitnehmer dann noch ein Restbetrag auf das benötigte Monats- oder Jahresticket fehlt. Den muss der Arbeitnehmer dann aus eigener Tasche bezahlen. Der Arbeitgeber muss die Zuwendung für ihn in 44 Euro Monatsraten überweisen und darf sie nicht in einer Summe bezahlen.

Fahrtkostenzuschüsse könnten auch mit 15 Prozent pauschal versteuert werden. Diese Leistungen bleiben dann auch sozialversicherungsfrei. Dabei darf dann auch nur der Betrag als Maximum erstattet werden, den der Arbeitnehmer nach der Entfernungspauschale als Werbungskosten geltend machen könnte. Der Arbeitnehmer verliert dann jedoch den Werbungskostenabzug in Höhe des Fahrtkostenzuschusses.

Eine weitere Variante ist der Benzingutschein, der im Vergleich zu Fahrtkostenzuschüssen über 44 Euro monatlich vom Arbeitgeber nicht pauschal versteuert werden muss. Der Arbeitnehmer braucht ihn auch nicht auf die Werbungskosten anzurechnen.

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