Vorsorgen mit dem Brutto statt Netto über die Betriebliche Altersvorsorge (bAV)

VORSORGEN MIT DEM BRUTTO STATT NETTO ÜBER DIE BETRIEBLICHE ALTERSVORSORGE (bAV)

betriebliche altersvorsorgeVorsorge ist wichtig und dabei geht es nicht nur um das Sparen für den Ruhestand. Auch die Absicherung der Arbeitskraft sollte einen hohen Stellenwert bei der persönlichen Absicherung einnehmen, denn mit der Arbeitskraft verliert der Mensch die Möglichkeit/Fähigkeit, für sich und seine Familie finanziell zu versorgen.

Die meisten haben für solche Zwecke eine Berufsunfähigkeitsversicherung, die sie von ihrem versteuerten Nettogehalt bezahlen und das meist in monatlicher Zahlweise. Aber es geht auch anders.

DIE DIREKTVERSICHERUNG, EIN DURCHFÜHRUNGSWEG IN DER bAV

Eine Direktversicherung ist, wie es der Name schon verrät, eine Versicherung, die als Lebens- oder Rentenversicherung (klassisch oder auch fondsgebunden) abgeschlossen wird. Der Arbeitgeber ist dabei der Versicherungsnehmer und der Arbeitnehmer die versicherte Person. Die Gestaltung dieser Versicherung ist relativ frei. Man kann sich auf einen Vertrag festlegen, mit dem man Vermögen ansparen möchte oder man kann das Ansparen mit Absicherungen für den Todesfall oder bei Berufsunfähigkeit kombinieren.

Eine Direktversicherung wird durch den Arbeitgeber überwiesen. Der Versicherungsbeitrag wird dabei vom Bruttoeinkommen des Arbeitnehmers abgezogen. Bei monatlicher Zahlweise spart der Arbeitnehmer dadurch Lohnsteuer. Wird die Versicherung einmalig, mit einem Jahresbeitrag bezahlt, z.B. aus Sonderzahlungen, hat der Arbeitnehmer obendrauf noch die Beitragsersparnis für die Sozialversicherungsbeiträge für Renten-, Arbeitslosen-, Kranken- und Pflegeversicherung.

Die jährliche Zahlungsweise zieht also neben der Lohnsteuerersparnis auch die Ersparnis von Sozialversicherungsbeiträgen nach sich. Letzteres übrigens nicht nur für den Arbeitnehmer, sondern auch der Arbeitgeber spart seinen Anteil an der Sozialversicherung ein. Daher ist eine Direktversicherung auch für einen Arbeitgeber eine interessante Sache. Das Sahnehäubchen für den Arbeitnehmer wäre, wenn der Arbeitgeber ihm eine Gehaltserhöhung gibt und diese in die Direktversicherung einzahlt.

Die jährliche Zahlungsweise hat im Vergleich zur monatlichen Zahlung außerdem den Vorteil, dass die Versicherung günstiger wird. Jährliche Beitragszahlung ist aufschlagfrei, während die monatliche Zahlung 5% mehr Gebühren kostet. Auf lange Sicht macht das einiges an Leistung mehr aus.

 

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