Steuerfreie Sehhilfe als Sachzuwendung

Sehhilfe

Sachzuwendungen können an Geschäftsfreunde, Arbeitnehmer aber auch an Dritte erfolgen. Letztere sind dann, wenn es eine betriebliche Veranlassung für diese Zuwendung gibt, nach § 4 Abs. 5 EStG bis zu 35 Euro als Betriebsausgabe absetzbar. Dazu muss ein Geschenk (die Sachzuwendung) als Werbeträger gekennzeichnet werden.

Lässt ein Arbeitgeber seinem Arbeitnehmer Sachzuwendungen zukommen, gelten diese nicht in jedem Fall als Arbeitslohn. Es gibt Zuwendungen, die im unternehmerischen Interesse des Arbeitgebers liegen. Diese nicht als Arbeitslohn anzusehenden Zuwendungen können z. B. Arbeitsmittel sein, die der Arbeitgeber seinem Arbeitnehmer unentgeltlich zur beruflichen Nutzung überlässt. Es können Aufwendungen des Arbeitgebers sein, die dieser als Arbeitsschutzmaßnahme, eine Maßnahme zur Verbesserung der Sicherheit oder des Gesundheitsschutzes der Arbeitnehmer bei der Arbeit erbringt.
Aber auch angemessene Kosten für eine spezielle Sehhilfe zum Einsatz an einem Bildschirmarbeitsplatz kann der Arbeitgeber übernehmen, soweit die Notwendigkeit dafür durch eine fachkundige Person bestätigt wird.

Eine derartige Zuwendung muss nicht als Arbeitslohn erfasst werden. Auch die pauschale Besteuerung mit 30% scheidet hierbei aus.

Sollte es also erforderlich werden, dass der Arbeitnehmer durch seine Arbeit eine Sehhilfe benötigt, kann ihm sein Chef die Anschaffung und Pflege (Reinigungstücher, Nachziehen der Schrauben) bezahlen. Das gilt dann nicht als Gehalt und ist daher für den Arbeitnehmer genauso wie für den Arbeitgeber steuerfrei. Es lohnt sich auch, nach Kontaktlinsen zu fragen, um monatlich etwas mehr steuerfreie Zuzahlungen erhalten zu können.

Steuerfreies Gehaltsextra durch Sachzuwendungen und bei Notfällen

Sollte ein Arbeitgeber sich dafür entscheiden, einem Arbeitnehmer gelegentlich eine Provision bzw. eine Gehaltserhöhung zu gewähren, kommt es oft vor, dass nach der Abrechnung von der Erhöhung nach Abzug der Steuern kaum noch ein nennenswerter Vorteil besteht.

Alternativ kann der Arbeitnehmer seinen Arbeitgeber bitten, anstelle der Gehaltserhöhung oder Provisionen, nützliche Sachgeschenke zu geben. Als einzige Einschränkung ist hier zu beachten, dass die Zuwendungen zu besonderen Anlässen wie Hochzeits- oder Geburtstage gemacht werden müssen. Außerdem dürfen sie den Wert von 40 Euro nicht übersteigen.

Hat ein Arbeitnehmer eine Pechsträhne und ist dadurch finanziell sehr stark beansprucht, darf sein Arbeitgeber bis zu 600 Euro in Notfällen völlig steuer- und abgabenfrei als Unterstützung gewähren.

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