Kinderbetreuung als Alternative zur Gehaltserhöhung – Zuwendungen Brutto wie Netto

Kinderbetreuung

Durch den Abzug von Lohnnebenkosten, kommt bei einer Gehaltserhöhung leider sehr viel weniger Netto auf dem Konto an, als brutto erhöht wurde. Um sich einen größeren Anteil an der Gehaltserhöhung zu sichern, ergibt es Sinn, über steuerfreie Zuwendungen als Alternative zur höheren Bruttozahlung nachzudenken.

Angenommen, der Chef gewährt einem Angestellten eine Gehaltserhöhung und hebt das Bruttogehalt dadurch von ursprünglich monatlich 3.000 Euro um 250 Euro auf monatlich 3.250 Euro an. Durch die höhere Steuer und die anteiligen Sozialabgaben kämen von den 250 Euro Gehaltserhöhung auf dem Girokonto nur 86 Euro an. Weniger als die Hälfte kommt tatsächlich an. Da ist es verständlich, wenn sich die Freude beim Arbeitnehmer in Grenzen hält.

Wer Kinder hat, kann sich einer interessanten Alternative bedienen. Der Arbeitnehmer bittet seinen Arbeitgeber einfach darum, anstelle der geplanten Gehaltserhöhung eine Zuwendung in Form eines Zuschusses zu den Kosten für die Kita über 250 Euro zu gewähren. Bei einer solchen Zuwendung durch den Arbeitgeber für Kosten für Kindergarten, Tagesmutter und Ähnlichem, fallen weder Steuern noch Sozialabgaben an und die vollen 250 Euro kommen dem Arbeitnehmer brutto wie netto zugute.

So eine Art der Zuwendung ist nicht nur für den Arbeitnehmer von Vorteil. Auch der Arbeitgeber spart. Er kann die Zuwendung Gewinn mindernd von der Steuer absetzen und spart im Vergleich zu einer normalen Gehaltserhöhung den Arbeitgeberanteil an der Sozialversicherung in Höhe von zusätzlichen 40 Euro.

Aber nicht nur bei Gehaltserhöhungen sind Zuwendungen interessant. Bei jedem Wechsel der Beschäftigung und der Aufnahme eines neuen Arbeitsverhältnisses ist es sinnvoll, mit dem neuen Arbeitgeber über die Variante des reduzierten Gehalts und steuer- und abgabenfreien Zuwendungen zu reden und auch auf die Vorteile für das Unternehmen hinzuweisen.

Mit der Einschulung des Kindes oder dem Verlust des Kindergartenplatzes wird diese Bezuschussung durch den Arbeitgeber steuer- und abgabenpflichtig. Zu beachten ist, dass die Betreuung des Kindes außerhalb der eigenen Wohnung Voraussetzung ist.

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