Krankheitskosten Geld zurück – auf die Gesundheit!

Krankheitskosten

Die steuerliche Behandlung von Krankheitskosten wird von den Finanzbehörden individuell geregelt. Die Höhe der so genannten zumutbaren Belastung bei außergewöhnlichen Belastungen muss also beim Finanzamt erfragt oder im Internet nachgelesen werden. Auch die Krankenkasse kann helfen.

Von der Summe der außergewöhnlichen Belastungen allgemeiner Art, die sich aus Krankheitskosten, Scheidungskosten, Beerdigungskosten etc. zusammensetzen, zieht das Finanzamt automatisch die zumutbare Belastung ab. In Höhe dieses Betrages mutet der Gesetzgeber dem Steuerzahler also zu, dass er seine außergewöhnlichen Belastungen alleine, ohne steuerliche Entlastung durch den Staat tragen kann.

Um feststellen zu können, ob die Geltendmachung von Aufwendungen als außergewöhnliche Belastungen und das Zusammentragen der Belege lohnenswert ist, sollten man die Grenze der persönlich zumutbaren Belastung kennen. Diese kann mithilfe des Gesamtbetrags der Einkünfte ausgerechnet werden. Sind die Aufwendungen höher als die ermittelte Grenze, kann die Differenz steuerlich abgesetzt werden.

Diese nicht absetzbare Eigenbelastung hing bislang vom Einkommen, vom Familienstand und von der Zahl der Kinder ab. Eine Familie mit 2 Kindern und einem Jahreseinkommen von 120.000 Euro hat z. B. 12.000 Euro für Medikamentenzuzahlungen, Arztbehandlungen, die Zahnspange für den Sohn und die Brille der Mutter gezahlt. Für diese Familie liegt die Grenze der „zumutbaren Belastung“ bei 4 Prozent der Jahreseinkünfte, also bei 4.800 Euro. Die Kosten, die darüber hinausgehen, werden steuerlich berücksichtigt, also 7.200 Euro. Ein Single mit einem Jahreseinkommen von 60.000 Euro hat dagegen eine deutlich höhere zumutbare Eigenbelastung. Diese liegt bei 7 Prozent oder in seinem Fall bei 4.200 Euro.

Es ist sinnvoll, alle Belege zu sammeln, die in irgendeiner Art mit der Gesundheit zu tun haben. Dazu gehören sämtliche Maßnahmen zur Prävention oder Wiederherstellung wie zum Beispiel Physiotherapie, Zahnspange, usw. Aber auch andere Kosten fallen in diese Rubrik. Neben der Praxisgebühr können auch Aufwendungen für Gesundheitskurse, Medizinbücher, Desinfektionsmittel und Schutzimpfungen berücksichtigt werden.

Als Alternative zum „Belege sammeln“ besteht auch die Möglichkeit, die genauen Ausgaben in Listenform mit ein paar Details schriftlich zusammen zufassen und diese Aufstellung z. B. von der Apotheke unterzeichnen zu lassen.

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