Drittaufwand

Drittaufwand

Kosten, welche einem Dritten durch die Einkunftserzielung eines steuerpflichtigen Bürger existieren, werden als Drittaufwand bezeichnet. Diese können nicht als Werbungskosten oder auch als Betriebsausgaben steuerlich geltend gemacht werden. Ein Drittaufwand entsteht zum Beispiel, sobald eine andere Person die Anschaffungskosten übernimmt und die angeschaffte Sache vom Steuerpflichtigen dazu verwendet wird, um damit Einkünfte zu erzielen.
Ein Steuerpflichtiger hat jedoch die Möglichkeit, einen Drittaufwand als sogenannte Abkürzung des Zahlungsweges steuerlich geltend zu machen. Dies ist zum Beispiel dann der Fall, wenn ein Dritter mit seinem Einverständnis eine Kaufsache bezahlt und damit eine Schuld, die er beim betreffenden steuerpflichtigen Bürger hat, damit tilgt. Bedingung hierfür ist, dass der Dritte den zu zahlenden Geldbetrag im Auftrag des Steuerzahler an de Gläubiger bezahlt.
Schließt der Dritte dagegen auf eigenen Namen einen Vertrag ab, dann darf die Zahlung dazu nur dann vom Steuerpflichtigen als Aufwendung abgezogen werden, wenn es sich hierbei um ein Geschäft des täglichen Lebens handelt. Ein abgekürzter Zahlungsweg bei Dauerschuldverhältnissen zählt hingegen nicht als abziehbare Aufwendung für den steuerpflichtigen Bürger. Die einzelnen Rahmenbedingungen zur Abzugsausführbarkeit von Drittaufwand gehen aus einem Schreiben des Bundesministeriums für Finanzen vom 09.08.2006 (IV C 3 – S 2211 – 21/06) hervor.

Tipp zu Drittaufwand

In der Praxis istn Steuerzahler immer darauf achten, dass es nicht zu einem Drittaufwand kommt. Werden etwa die Kreditzinsen für eine Immobilie von dem Ehepartner ausgezahlt, welchem die Immobilie nicht gehört, so kann der Eigentümer diese nicht als Werbungskosten steuerlich geltend machen.
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