Dienstwohnung

Dienstwohnung

Falls ein Unternehmer seinem Mitarbeiter eine Wohnung zu besonders günstigen Konditionen oder unentgeltlich überlässt, gilt dieser Sachverhalt steuerrechtlich als geldwerter Vorteil. Dieser ist wertmäßig genau zu ermitteln und unterliegt der Lohnsteuer des Mitarbeiters. Die Erfassung des geldwerten Vorteils kann unter Zuhilfenahme eines Sachbezugswertes oder auch durch eine Vergleichsrechnung auf Basis des örtlichen Mietspiegels erfolgen. Welche der beiden Möglichkeiten angewendet werden muss, ist von der Art des überlassenen Objektes abhängig. Handelt es sich dabei um eine abgeschlossene Wohnung, die das Führen eines eigenständigen Haushaltes erlaubt, kommt die Vergleichsrechnung zur Anwendung.

Eine Wohnung besteht zumindest aus einem Bad mit Toilette und einer Kücheneinheit. Auch eine Einzimmerwohnung findet beim Fiskus Anerkennung. Der geldwerte Vorteil berechnet sich aus der am Standort gängigen Vergleichsmiete abzüglich der vom Arbeitnehmer tatsächlich zu zahlenden Miete. Bei einem Zimmer und Mitbenutzung von Bad und Küche, wie es beispielsweise in einer WG üblich ist, spricht man nicht von einer Wohnungsüberlassung. Hier spricht man von einer Unterkunft und der geldwerte Vorteil ist auf der Grundlage des amtlich festgelegten Sachbezugswertes zu ermitteln.
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