Der Trick mit dem Dienstwagen – So spart man doppelt

Dienstwagen

Viele Arbeitnehmer nutzen einen Dienstwagen. In der Regel wird dieses Dienstfahrzeug durch den Arbeitgeber zur Verfügung gestellt. Er trägt dann in der Regel die Kosten für das Fahrzeug, versichert es und kommt für Reparaturen auf. Im Gegenzug kann der Arbeitnehmer das Fahrzeug über die Ein-Prozent-Regel auch privat nutzen.

Doch nicht jeder, der einen Dienstwagen haben möchte, bekommt ihn auch. Manchmal kommt es vor, dass der private PKW genutzt werden muss und dafür Fahrtkosten vom Arbeitgeber erstattet werden. Das ist natürlich nicht unbedingt der erstrebenswerte Weg.

Den Arbeitgeber kann man mit ins Boot holen, wenn folgende Variante beschritten wird: Der Arbeitnehmer wird selbst Unternehmer, meldet ein Gewerbe an, welches nebenberuflich ausgeübt werden kann. Dabei wird die Kleinunternehmerregelung nach §19 Abs1 UStG jedoch nicht in Anspruch genommen. Der Unternehmenszweck ist dann z. B. die gewerbliche Autovermietung.
Der Arbeitnehmer/Unternehmer kauft ein Auto und vermietet dieses vertraglich an die Firma seines Arbeitgebers. Dieser stellt diesen Wagen wiederum dem Arbeitnehmer als Dienstfahrzeug ganz offiziell mit entsprechender Dienstwagenklausel im Arbeitsvertrag und auch zur privaten Nutzung zur Verfügung.

Für den Angestellten/Unternehmer hat das den Vorteil, dass er beim Autokauf die Umsatzsteuer vom Finanzamt in voller Höhe zurückerstattet bekommt. Die Firma des Arbeitgebers darf die in Rechnung gestellte Umsatzsteuer als Vorsteuer absetzen. Das Auto wird daher netto gekauft und der Betrieb hat einen sicheren Vertragspartner. Schließlich wird er in seiner Doppeleigenschaft als dienstfahrzeugberechtigter Angestellter selbstverständlich mit dem “eigenen” Auto besonders sorgfältig umgehen, um sein eigenes Vermieter-Risiko zu vermindern. Außerdem kann der Angestellte seine beruflich zurückgelegten Kilometer als Werbungskosten (0,30 Euro/km) geltend machen. Damit hat er dann doppelt gespart.

Im Übrigen kann die gleiche Variante selbstverständlich mit dem Ehepartner oder der Ehepartnerin und seinem oder ihrem Arbeitgeber gewählt werden. Schließlich steht nirgendwo geschrieben, dass ein nebenberufliches Autovermietungsunternehmen nur ein einziges Fahrzeug im Bestand haben darf.

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