Damnum

Damnum

Beim Damnum handelt es sich um den Oberbegriff, welcher für ein Disagio und ein Agio verwendet wird. Andere Bezeichnungen dafür sind Darlehensabgeld und Darlehensaufgeld. Die Höhe ergibt sich dabei aus dem Auszahlungsbetrag eines jeden Darlehens und dem Betrag, der an die Bank zurückgezahlt wird. Darlehensnehmer, welche mit ihrer Bank ein Disagio vereinbaren, zahlen eine um den vereinbarten Wert verringerte Darlehenssumme an die Bank zurück. Je nachdem ob das Damnum für ein privates oder betriebliches Darlehen benutzt wird, erfolgt die steuerliche Behandlung.
Wird die Gewinnermittlung über einen Betriebsvermögensvergleich durchgeführt, so muss für das vereinbarte Damnum ein Rechnungsabgrenzungskosten gebildet werden. Dieser wird während der vereinbarten Laufzeit wieder aufgelöst. Für den Darlehensgeber bedeutet das Damnum eine Einnahme, während es für den Darlehensnehmer eine Ausgabe darstellt. Darlehensgeber die eine Einnahme/Überschussrechnung nutzen wird das Damnum als Zinseinnahme zu den Betriebseinnahmen gerechnet. Für den Darlehensnehmer heißt das Damnum eine sofortige Betriebsausgabe. Beim Kauf jedes erworbenen Gegenstandes gehört ein Damnum nicht zu den Eigenproduktions-, sondern zu den Finanzierungskosten.

Tipp zum Damnum

Wer ein privates Darlehen mit einem Damnum vergibt, muss dieses bei seiner Steuererklärung als Einkünfte aus Kapitalvermögen angeben. Private Darlehensnehmer können das Damnum als Sonderausgabe geltend machen, sobald mit dem finanzierten Objekt Einnahmen zu Buche schlagen. Dies ist zum Beispiel beim Bau oder Kauf von vermieteten Immobilien der Fall.

 

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