Betriebsvermögen

Betriebsvermögen

Unter dem Begriff Betriebsvermögen werden alle Vermögenswerte gemeinsamgefasst, welche aufgrund ihrer Art und Funktion in einem unmittelbaren betrieblichen gemeinsamhang stehen. Steuerlich betrachtet wird dabei zwischen notwendigem und gewillkürtem Betriebsvermögen unterschieden.
Zum notwendigen Vermögen des Betriebes gehören sämtliche Vermögensgegenstände, die sowohl nur als auch unmittelbar allein für eigenbetriebliche Zwecke benutzt werden. Der betriebliche Nutzungsanteil muss bei mehr als 50 % liegen. Auch falls versäumt wurde, welche Wirtschaftsgüter in der Buchführung entsprechend auszuweisen, werden solche Wirtschaftgüter als Betriebsvermögen bennent, im Falle, dass die erwähnten Grundlagen erfüllt sind. Es ist in diesem Falle erforderlich, das betreffende erworbenen Gegenstand nachträglich durch eine korrigierende Buchung dem Betriebsvermögen hinzuzufügen. Das Wirtschaftgut ist mit dem Wert anzusetzen, den es hätte, wenn es von Beginn an (also direkt nach der Anschaffung) richtig verbucht worden wäre.
Gewillkürtes Betriebsvermögen umfasst alle Vermögenswerte, die zwar mit dem Betrieb selbst in einem objektiven in Verbindunghang stehen, aber deren betrieblicher Nutzen zwischen 10 und 50 % liegt. Außerdem müssen diese Güter dazu geeignet sein, den Betrieb zu fördern. Erst dann können Sie beim Betriebsvermögensvergleich im Rahmen der Gewinnermittlung vollumfänglich als gewillkürtes Betriebsvermögen angesetzt werden. Gewillkürtes Vermögen des Betriebes kann auch im Rahmen einer Einnahmenüberschussrechnung gebildet werden, falls keine geringfügige Nutzung vorliegt. Als geringfügige Nutzung wird eine betriebliche Nutzung von weniger als 10 % angesehen.
Grundsätzlich ist vom Vermögen des Betriebes das Privatvermögen zu unterscheiden. Als notwendiges Privatvermögen werden Güter bezeichnet, deren Nutzung zu mehr als 90 % privater Art ist.

Tipp zu Betriebsvermögen

Abschreibungspflichtige Wirtschaftgüter sollten immer einfach nach der Anschaffung auch aktiviert werden, da sonst die Abschreibungen verloren gehen. Wird ein Wirtschaftgut nämlich erst später angesetzt, kommt dafür ein theoretischer Buchwert zum Einsatz, wodurch sich die Abschreibungen der letzten Jahre nicht mehr nachholen lassen und steuerliche Vorteile nicht mehr benutzt werden können.

 

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