Beihilfe

Beihilfe

Gelegentliche oder einmalige Sachleistungen des Arbeitgebers können sogenannte Beihilfen sein, welche außergewöhnliche finanzielle Belastungen für Arbeitnehmer mindern sollen. Zur Förderung öffentlicher Interessen können Beihilfen auch an öffentliche Kassen bezahlt werden. Diese können sein: Kindererziehung, Berufsausbildung, Forschung, Wissenschaft und Kunst. Ab bestimmten Grenzwerten sind die Beihilfen als steuerpflichtiger Arbeitslohn zu erfassen. Aus öffentlichen Kassen bezahlte Beihilfen sind steuerfrei. Im Krankheits- oder Unglücksfall muss die Beihilfe des Arbeitgebers gerechtfertigt sein. Pro Kalenderjahr können für Krankheit, Tod oder Unglücksfall bis zu 600 EUR angerechnet werden. Im Notfall können einzeln auch höhere Beträge zur Zahlung kommen. Kein Notfall wäre zum Beispiel Arbeitslosigkeit. Im Einzelnelfall können vom Arbeitgeber auch höhere Zahlungen berücksichtigt werden. Beihilfen werden meistens bei der Geburt eines Kindes oder zur Hochzeit bezahlt.

Tipp zur Beihilfe

Die gewährten Beihilfen egal in welcher Höhe zählen für den Empfänger immer als steuerfreie Einnahmen.

Krankenversorgung über die Beihilfe

Beamtinnen und Beamte sind durch das GKV-Weiterentwicklungsgesetz verpflichtet worden, im Wege der Eigenvorsorge das Risiko von Krankheiten und Pflegebedürftigkeit für sich und ihre Familien abzusichern. Dies kann durch den Abschluss einer privaten Versicherung, deren Beiträge aus den Dienst- und Versorgungsbezügen zu bezahlen sind oder durch eine freiwillige Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung erfolgen.

Ergänzend haben Beamtinnen und Beamte Anspruch auf Beihilfe. Diese tritt an die Stelle des Arbeitgeberzuschusses zur gesetzlichen Krankenversicherung bei Arbeitnehmern. Aufgrund der Fürsorgepflicht des Dienstherrn gegenüber seinen Beamtinnen und Beamten und deren Familien werden die notwendigen und angemessenen Kosten in Krankheits-, Pflege- und Geburtsfällen, bei Maßnahmen zur Früherkennung von Krankheiten und bei Schutzimpfungen in einem festgelegten Umfang erstattet. Diese sog. Bemessungssätze sind im Bundesdienst personenbezogen gestaffelt. Danach erhalten aktive Beamte auf ihre eigenen Krankheitskosten eine Beihilfe in Höhe von 50 Prozent, Ruhestandsbeamte von 70 Prozent. Für Krankheitskosten der Ehegatten werden 70 Prozent erstattet, für Krankheitskosten der Kinder 80 Prozent. Sofern berücksichtigungsfähige Angehörige selbst versichert sind, verdrängt dieser Leistungsanspruch den Anspruch auf Beihilfe.

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