Aufrechnung

Aufrechnung

Bei einer Aufrechnung wird eine Hauptforderung mit einer gestellten Gegenforderung verrechnet. Dies ist etwa machbar, sobald ein Handwerker eine Leistung für die Finanzbehörde erbringt. Dann kann der Wert der Leistung mit einer vom Finanzamt gegen den Handwerker existierenden Forderung verbucht werden. Dabei kommen die geltenden Bestimmungen des bürgerlichen Rechts zur Anwendung. Um eine Aufrechnung durchzuführen müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein.
Entscheidend ist zunächst, dass der Gläubiger einer Forderung zugleich auch der Schuldner der Gegenforderung ist. Ansprüche von dritten Personen können dagegen nicht verrechnet werden. Zudem ist eine Aufrechnung nur dann möglich, wenn beide Forderungen Geldansprüche wurden. Weitere Bedingung ist, dass die Hauptforderung bei Entstehen der Gegenforderung bereits bestanden hat. Dazu kommt noch, dass die zur Aufrechnung verwendete Forderung fällig sein muss.

Tipp zu Aufrechnung

Ansprüche aus einem Steuerschuldverhältnis können nur dann aufgerechnet werden, falls diese noch nicht aufgrund einer Verjährung beziehungsweise einer Ausschlussfrist erloschen wurden. Zudem muss die aufzurechnende Steuerschuld unbestritten und rechtskräftig festgestellt sein.

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