Atypisch stille Gesellschaft

Atypisch stille Gesellschaft

Eine stille Gesellschaft wird als atypisch stille Gesellschaft gewertet, falls der stille Gesellschafter als Mitunternehmer zu betrachten ist. Ausschlaggebend ist, ob er eine Mitunternehmerinitiative entwickeln kann und ob er ein Mitunternehmerrisiko trägt. Der stille Gesellschafter wird als Mitunternehmer gewertet, sobald er am wirtschaftlichen Zuwachs des Gesellschaftsvermögens – einschließlich jedes Geschäftswertes und der stillen Reserven – beteiligt ist. Wenn der stille Gesellschafter, anders als handelsrechtlich geregelt, Einfluss auf das Schicksal der Gesellschaft hat, gilt er auch als Mitunternehmer, sobald er nicht an den stillen Reserven beteiligt ist. Darüber hinaus liegt laut der Entscheidung des BFH vom 15.12.1992 eine atypisch stille Gesellschaft auch dann vor, wenn sich der alleinige Geschäftsführer und beherrschende Gesellschafter als stiller Gesellschafter mit einer erheblichen Einlage an seiner GmbH beteiligt und eine hohe Gewinnbeteiligung aber auch die persönliche Wahrnehmung der Belange bestimmter Geschäftspartner vereinbart.

Verwandte Themen: Personengesellschaften

Kommentar hinterlassen zu "Atypisch stille Gesellschaft"

Hinterlasse einen Kommentar

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*