Arbeitnehmersparzulage

Arbeitnehmer-Sparzulage

Werden vermögenswirksame Leitungen des Arbeitgebers in einen förderfähigen Sparvertrag eingezahlt, so zahlt der Staat hierfür eine Arbeitnehmersparzulage (AnSpZ). Je nach Sparvertragsform kann die AnSpZ in Höhe von 9 Prozent auf der Grundlage des 5. Vermögensbildungsgesetzes und/oder die Arbeitnehmersparzulage in Höhe von 20 Prozent auf der Basis des 3. Vermögensbeteiligungsgesetzes gezahlt werden.

Arbeitnehmersparzulage von 9 Prozent

Die AnSpZ ist eine Förderung für VL Leistungen des Arbeitgebers an den Arbeitnehmer. Die Grundlage für die Arbeitnehmersparzulage ist das 5. Vermögensbildungsgesetz. Für die Arbeitnehmersparzulage gibt es Einkommensgrenzen, die eingehalten werden müssen, um zulagenberechtigt zu sein.
Der Sparer kann bis zu 470,- Euro vermögenswirksamen Leistungen im Jahr 9 Prozent Zuschuss vom Staat erhalten. Förderfähige Verträge sind Bausparen oder auch Genossenschaftsbeteiligungen.

Arbeitnehmersparzulage von 20 Prozent

Wie schon bei der Variante mit 9 Prozent beschrieben, ist die AnSpZ eine Förderung für vermögenswirksame Leistungen des Arbeitgebers. Hier bildet das 3. Vermögensbeteiligungsgesetz die Grundlage. Wenn der Arbeitgeber keine vermögenswirksamen Zahlungen leistet, kann der Sparer diese auch freiwillig aus seinem Einkommen bezahlen und erhält trotzdem die volle Förderung.
Der Sparer kann 20 Prozent auf maximal 400,- Euro pro Jahr Zulage für die vermögenswirksamen Leistungen in diesem Rahmen erhalten. Förderfähige Verträge sind Beteiligungssparverträge wie Fondssparen oder auch Genossenschaftsbeteiligungen.

Eine AnSpZ erhalten nur Personen, deren zu versteuerndes Jahreseinkommen einen Betrag von 17.900 Euro nicht übersteigt. Für Ehepaare, die gemeinsam veranlagt werden, gilt eine Höchstgrenze von 35.800 Euro. Als Faustregel gilt für die genannten Grenzen ein Bruttojahreseinkommen von 20.000 bzw. 40.000 Euro. Für den Fall, dass die angegebenen Werbungskosten den Pauschalbetrag von 1.055 Euro übersteigen und Sonderausgaben von mehr als 36 Euro nachgewiesen werden, so wird das Bruttoeinkommen automatisch in Höhe des über der Pauschale liegenden Betrages.

Tipp zur Arbeitnehmersparzulage

Die AnSpZe wird im Rahmen der Steuererklärung durch Ausfüllen der Anlage VL beantragt. Diese wird zumeist vom vertragsverwaltenden Institut oder Kreditinstitut an den Sparer übersendet, kann jedoch auch direkt vom Finanzamt angefordert werden. Ausgezahlt wird die Förderung sieben Jahre nach Vertragsabschluss bzw. bei Zuteilung bei Bausparverträgen.
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