Anrufsauskunft

Anrufsauskunft

Sowohl Arbeitgeber wie auch abhängig Beschäftigte haben die Möglichkeit sich bei Fragen zum Lohnsteuerabzug einfach an das zuständige Finanzamt zu wenden. So können zum Beispiel Informationen über steuerfreie Zuwendungen, eine beschränkte Steuerpflicht, die Bewertung von Sachbezügen beziehungsweise über bestimmte Freibeträge einzuholen. Zudem können Arbeitnehmer sich beim Finanzamt geradewegs ihren Lohnsteuerabzug berechnen lassen.
Zuständig ist dabei immer die Finanzbehörde, welches sich an der Betriebsstätte des Arbeitgebers befindet. Bei Firmen mit mehreren Betriebsstätten zählt immer die Finanzbehörde als zuständig, das sich an der Betriebsstätte mit Sitz der Geschäftsleitung befindet. Anfragen können sowohl telefonisch wie auch schriftlich gestellt werden, wobei die Beantwortung in der Regel immer auf schriftlichem Wege erfolgt. Finanzämter müssen jedoch nur solche Anfragen beantworten, welche einen bestimmten Einzelfall betreffen. Die Erteilung von allgemeinen Auskünften könnte dagegen abgelehnt werden. Für den Fall, dass eine Auskunftserteilung abgelehnt wurde, haben sowohl Arbeitgeber wie abhängig Beschäftigte die Möglichkeit dagegen Einspruch einzulegen. Dies ist machbar, da es sich bei der Auskunftserteilung des Finanzamtes nach dem Gesetz immer um einen Verwaltungsakt handelt.

Tipp zur Anrufsauskunft

Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofes ist eine mündliche Auskunft des Finanzamtes über einen Lohnsteuerabzug immer bindend. Mögliche Gebühren solche verbindlichen Auskünfte können dem § 89 AO entnommen werden.
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