Anlagevermögen

Anlagevermögen

Anlagevermögen ist ein Begriff aus dem Rechnungswesen und bezeichnet die auf der Aktivseite einer Bilanz ausgewiesenen Vermögenswerte, deren Zweck es am Bilanzstichtag ist, dem Geschäftsbetrieb des Unternehmens dauerhaft zu dienen. Das Wort Anlagevermögen wird nicht nur im Rechnungswesen, sondern auch in der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung benutzt. Zu diesem Vermögen gehören z.B. Grundstücke und Gebäude, Patente, Maschinen, Software oder PKW eines Unternehmens – man bezeichnet diese folglich als Anlagegüter.

Es gibt abnutzbare Anlagegüter wie Maschinen, Autos, Gebäude, Software oder Patente, die über die Nutzungsdauer planmäßig abgeschrieben werden, sowie nicht abnutzbare Anlagegüter wie Anlagen im Bau, Wertpapiere oder Grundstücke. Nach der für Kapitalgesellschaften geltenden Bilanzgliederung des § 266 HGB unterteilt man die Anlagegüter in drei Oberkategorien: immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagen und Finanzanlagen. Anlagegüter werden zum Teil anders bewertet als Umlaufvermögen.

Es existieren meist planmäßige Abschreibungen (mit einer ggfs. sofortigen Abschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter (GWG)) und es gilt das gemilderte Niederstwertprinzip. Das Anlagevermögen ist, ebenso wie das Umlaufvermögen, auf der Aktivseite der Bilanz gesondert auszuweisen. Die Zuordnung eines Wirtschaftsgutes zu Anlagegütern leitet sich aus der Zweckbestimmung ab und nicht aus der bilanztechnischen Behandlung. So gehören Gebäude, die auf Dauer dem Betrieb gewidmet sind, technische Anlagen und Maschinen sowie Betriebs- beziehungsweise Geschäftsausstattungen zu abnutzbaren Anlagegütern. Ein zum Anlagevermögen gehörendes Wirtschaftsgut ist auch im Falle einer beabsichtigten Veräußerung weiterhin dem Anlagevermögen zuzuzählen, solange es nicht zu einer Änderung der bisherigen Nutzung kommt.

 

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