Amtssprache

Amtssprache

Werden bei deutschen Steuerbehörden Anträge in einer fremden Sprache gestellt, so können diese verlangen, dass eine deutsche Übersetzung vorgelegt wird. Dies gilt auch für die Vorlage von Belegen, Urkunden beziehungsweise sonstigen Schriftstücken, welche nicht in Deutsch sind. Wenn der Aufforderung zur Vorlage einer Übersetzung nicht nachgekommen wird, so darf die Behörde selbst eine Übersetzung beauftragen und die Kosten dazu dem Beteiligten in Rechnung stellen.
Werden Anträge oder Willenserklärungen die eine Frist für das zuständige Finanzamt beinhalten in einer fremden eingereicht, so beginnt diese Frist erst mit dem Termin, zu dem die Übersetzung vorliegt. Besteht eine Frist für den Abgebenden, so gilt diese als eingehalten, wenn die Übersetzung innerhalb einer angemessenen Frist eingereicht wird.

Tipp zu Amtssprache

Der Zeitpunkt des Eingangs einer Übersetzung ist immer dann für die Wahrung der Frist maßgebend, solange keine anderweitigen zwischenstaatlichen Vereinbarungen existieren. Dabei sind die Finanzbehörden verpflichtet, welche Beteiligten darauf hinzuweisen, dass eine geänderte Rechtslage vorliegt.
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