Lineare Abschreibung

lineare Abschreibung

Abschreibungen bilden den Werteverzehr von Wirtschaftsgütern im Unternehmen ab und sind zahlungsunwirksame Aufwendungen, die den Unternehmensgewinn absenken. Abschreibungen werden auch Absetzungen für Abnutzung (AfA) genannt. Die Abnutzung eines Wirtschaftsgutes kann bedingt sein durch Alterung, Innovationen, Schäden etc. Um diesen Werteverlust rechnerisch und buchhalterisch darzustellen, müssen Wirtschaftsgüter abgeschrieben werden. § 253 Abs. 2 – 4 HGB definiert, welche Vermögensgegenstände abgeschrieben werden dürfen. Dabei gilt, dass die Güter zeitlich begrenzt einsetzbar sein müssen oder nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung abgeschrieben werden sollten.

Man unterscheidet mehrere Formen der Abschreibung. Die lineare Abschreibung wird durch das Handelsgesetzbuch definiert und schreibt vor, dass Wirtschaftsgüter mit ihren Anschaffungskosten oder Herstellungskosten über die geplante Nutzungsdauer im Unternehmen abgeschrieben werden dürfen. Da die Jahresbeträge dabei immer gleich hoch sind, also eine gewisse Linearität vorliegt, wird diese Methode als lineare Abschreibung bezeichnet. Der jährliche Abschreibungsbetrag errechnet sich dabei aus den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, die einfach durch die Nutzungsdauer geteilt werden.

Die lineare Abschreibung ist eine Abschreibungsmethode, die häufig angewandt wird. Das Wirtschaftsgut wird vollständig in jeweils gleich bleibenden Jahresbeträgen abgeschrieben. Wird also beispielsweise ein Computernetzwerk mit Server und allem, was dazu gehört im Wert von 20.000 Euro erworben, installiert und in einem Büro ausschließlich beruflich genutzt, so ist bei einer fünfjährigen Nutzungsdauer und linearer Abschreibung der jährliche Abschreibungsbetrag oder Abschreibungssatz ganz einfach zu errechnen.

Um den jährliche Abschreibungssatz zu ermitteln, ist die Nutzungsdauer relevant. Diese leigt bei 5 Jahren. Daher liegt der jährliche Abschreibungssatz bei 20 Prozent (100 Prozent geteilt durch fünf Jahre). 20 Prozent von 20.000 Euro sind 4.000 Euro, sodass sich für jedes der fünf Nutzungsjahre der Technik eine Abschreibung von 4.000 Euro ergibt.

Eine lineare Abschreibung kommt sowohl für bewegliche als auch für abnutzbare immaterielle Wirtschaftsgüter und für unbewegliche Wirtschaftsgüter infrage. Zum Beispiel werden Immobilien hauptsächlich linear abgeschrieben. Dazu erfahren Sie jedoch mehr unter Gebäudeabschreibung. Häufig kann der Steuerpflichtige bei beweglichen Wirtschaftsgütern wählen, ob er linear und degressiv abschreibt.

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